Gastroskopie (Magenspiegelung)

Die Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, kurz ÖGD, ist die Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms, die es ermöglicht, krankhafte Veränderungen wie z. B. Entzündungen, Geschwüre oder aber auch Tumore möglichst früh zu erkennen. Die Spiegelung des oberen Verdauungstraktes ist risikoarm und heutzutage ein Routineverfahren.

 

Vorbereitung

Am Tag der Untersuchung ist es erforderlich, dass Sie nüchtern in die Praxis kommen. Dies bedeutet auch, dass Sie bitte keine Medikamente einnehmen. Die letzte Mahlzeit sollten Sie am Vorabend gegen 18 Uhr zu sich genommen haben, Flüssigkeiten dürfen bis 5 Stunden vor der Untersuchung getrunken werden.

 

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung kann entweder mit Rachenanästhesie (lokale Betäubung der Rachenschleimhaut) oder aber in Sedierung (Spritze) durchgeführt werden und dauert nur wenige Minuten. Zur Sedierung verwenden wir in aller Regel das Medikament Propofol, welches kurzwirksam und gut verträglich ist. Durch ein Mundstück, welches das versehentliche Aufbeißen auf das Gerät verhindern soll, wird das Endoskop, ein flexibles optisches Instrument, durch die Mundhöhle unter Sicht in die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Während der Untersuchung wird über das Gerät Luft in den oberen Verdauungstrakt gegeben, damit dieser sich entfaltet und sorgfältig inspiziert werden kann. Falls erforderlich, werden mit einer kleinen Zange Gewebeproben zur feingeweblichen Begutachtung entnommen. Die Gewinnung der Gewebeproben ist schmerzfrei.
Sollte die Untersuchung unter Sedierung durchgeführt werden, benötigen Sie eine Begleitperson, die Sie nach der Untersuchung in unseren Praxisräumen abholt. Des Weiteren dürfen Sie 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
Im Anschluss an die Nachbeobachtungszeit besprechen wir mit Ihnen in einem kurzen Gespräch das Ergebnis der Untersuchung.
Bitte planen Sie für Ihre Begleitperson einen zeitlichen Gesamtaufwand von ca. 1 Stunde ein.